Für alle Fans rauer Landschaften und urgewaltiger Naturerlebnisse gehört die Insel Island zu den begehrtesten Reisezielen. Neben feuerspuckenden Gletschervulkanen und fauchenden Geysiren hat die Insel aber auch sanfte und friedliche Seiten.
Island erkundet man vorzugsweise mit einem eigenen Mietwagen, denn ein dichtes öffentliches Nahverkehrsnetz gibt es auf der Insel nur im äußeren Südwesten. Wer nicht nur Ziele an der Küste besuchen, sondern auch ins karge Landesinnere vordringen möchte, sollte dabei unbedingt auf ein Fahrzeug mit Allrad-Antrieb zurückgreifen. Für unsere Zwecke genügt aber auch ein einfacher Mietwagen.
Wer nicht mit dem Schiff anreist, erreicht die Insel meist über den im Südwesten gelegenen Flughafen Keflavík. Am besten ist es, gleich hier einen Mietwagen in Island zu holen, denn bereits auf dem Weg in die nahegelegene Hauptstadt Reykjavík wartet bereits einer bekanntesten Attraktionen der Insel.
Reykjavík
Von der Blauen Lagune geht es weiter zur nahegelegen Hauptstadt Reykjavík. Reykjavík ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Insel - fast zwei Drittel der isländischen Bevölkerung leben in der Region. Im Sommer gibt es hier zahlreiche Konzerte und Literaturfestivals. Sehenswert ist vor allem die futuristisch anmutende Hallgríms-Kirche. Auch das Sagenmuseum im Arni Magnusson Institute ist einen Besuch wert.
Seetaugliche Islandreisende können vom nahegelegenen Þorlákshöfn einen Abstecher zu den Vestmannaeyar unternehmen. Die Inselgruppe verdankt ihr heutiges Aussehen einem Vulkanausbruch im Jahre 1973.
Bláa Lónið - Blaue Lagune
Der beste Ort, um den Stress der Flugreise zu vergessen, ist die Bláa Lónið, die Blaue Lagune. Der milchig-hellblaue, dampfende Badesee mit seinem 37-41 °C heißen Thermalwasser bietet ein einmaliges Wellness-Erlebnis.
Þingvellir
Nach einer kurzen Autofahrt von Reykjavík erreicht man Þingvellir. Der mitten in der Spalte zwischen der europäischen und amerikanischen Kontinentalplatte gelegene Ort war einst der zentrale Treffpunkt der Insel. Hier wurde schon vor mehr als 1000 Jahren ein alljährliches Parlament aller Bürger, das Alþingi, abgehalten.
Snaefellsjökull
Vom Þingvellir führt die Reise zum weiter Snaefellsjökull. Der am Ende einer schmalen Landzunge gelegene vergletscherte Berg zählt zu den spektakulärsten Vulkanen Islands. Von hier aus geht es weiter in den sagenumwobenen Norden der Insel.
Vestfirðir
Wer etwas mehr Zeit mitgebracht hat, für den lohnt sich ein Abstecher in die Vestfirðir, der größte Fjordlandschaft Islands. Dazu verlässt man in Grábók die Ringstraße und fährt die gewundene Küstenstraße hinauf nach Isafjörður, vorbei am Dynjandi-Wasserfall und am Látrabjarg, einer riesigen Papageientaucher-Kolonie am westlichsten Ausläufer Islands.
Vatnses
Der Nordteil der Insel ist vor allem für Tierbeobachtungen ein lohnenswertes Ziel. Vor allem die Robbenfelsen auf der Halbinsel Vatnses sollte man auf keinen Fall verpassen. In der angrenzenden Húna-Bucht steht sogar ein versteinerter Troll, der Hvitserkur.
Akureyri
Unsere Reise endet in Akureyri, der zweitgrößten Stadt Islands. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, der kann von dort aus weiter den Mývatn-See und den dünn besiedelten Osten von Island mit seinen mächtigen Gletschern erkunden. Bei einer 10- oder 14-tägigen Tour lässt man aber am besten hier den Mietwagen stehen und nimmt ein Flugzeug zurück nach Kevlavík. Island will mit Ruhe erkundet werden, ein überfrachteter Reiseplan stört da nur. Wer sich aber Zeit nimmt, den wird die unvergleichliche Natur der Insel so schnell nicht loslassen.